Sommer im Februar

(Das Ende dieses Texte wurde einige Monate nach der Veröffentlichung verändert, so wie sich auch die dahinterstehende Geschichte wandelte.)

Es war ein kalter
dunkler
Wintertag
der Tag
dieser eine
der alles verändern würde

ich saß
ernst
die Beine
übereinandergeschlagen
wartend
in einem roten Sessel
neben mir
ein Tisch
eine regelrechte Trennung
zu einem
zweiten
roten Sessel

du
voller Selbstbewusstsein
nahmst
neben mir platz

du sagst
hallo
stellst dich vor

ich
überrascht
doch
dir angetan

die folgende Stunde
verging
wie im Flug

wir öffneten
einander
unsere
Seelen
unsere
Herzen
zogen sich an
wie Magneten

am Abend
trafen wir uns
erneut
nicht
auf roten Sesseln
sondern Sofas
in einem einfachen
Lokal

wir
schmiedeten schon
Hochzeitspläne
sahen eine Zukunft
nur für uns

und spätestens
seit
ein Stückchen Gurke
aus meiner Sushirolle
die ich aß
auf meine Hand
hinunter fiel
und du es
mit deinen Stäbchen
aufnahmst
und aßt
wusste ich
dich
lasse ich niemals los

zu Anfang
erschien alles
leicht
schwerelos
nur wir
unsere Welten
kollidierten

ein
neues Universum
entstand

zu gern
zu gut
erinner ich mich
an diesen warmen
Sommertag
im Februar

du
ich
duftende Blumen
das letzte Licht
der Sonne
erhellt
unsere Welt

bald
ganz bald
sollte
unser Universum
implodieren

dann
gab es nur noch
Schmerz
Tränen
Kälte
meine
deine
Welt
wieder leer

jetzt
nach all der
Zeit
weiß ich
an dem kalten
Wintertag
hat
das Stückchen Gurke
unser Schicksal
besiegelt